Zwei Tätigkeiten, zwei Rechtsrahmen
Portugal unterscheidet klar zwischen zwei Gruppen, die im Deutschen oft unter denselben Sammelbegriff fallen. Die eine Gruppe übt eine der sieben gesetzlich anerkannten „terapêuticas não convencionais" aus — Akupunktur, Phytotherapie, Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Naturheilkunde, Osteopathie und Chiropraktik — mit staatlich ausgestellter Berufszulassung und gesetzlicher Versicherungspflicht. Die andere unterrichtet Yoga, Pilates, Tai Chi, Qigong oder Meditation — Tätigkeiten, für die es in Portugal weder eine Berufszulassung noch eine gesetzliche Versicherungspflicht gibt, obwohl das Haftungsrisiko real bleibt.
Welche Gruppe für Sie zutrifft, entscheidet nicht die Ausbildung und nicht der in Deutschland geführte Titel — es entscheidet ausschließlich, ob Sie eine cédula profissional (die Berufszulassung) der ACSS (Administração Central do Sistema de Saúde, die portugiesische Zentralverwaltung des Gesundheitssystems) besitzen, wie im nächsten Abschnitt erklärt.